Nebelspalter Februar 1985Fast hätte ich mein pub­lizis­tis­ches Jubiläum vergessen. Vor dreis­sig Jahren (wenn man von einem Leser­brief absieht) hat­te ich meine erste kleine Veröf­fentlichung.
Ange­fan­gen hat alles mit einem Kun­st­stück. Ich hat­te dem Nebelspal­ter ein mit­telmäs­siges Samich­laus­gedicht zugeschickt … und dann aus ein­er Laune her­aus noch einen satirischen Prosa­text mit dem Titel «Ein Kun­st­stück» beige­fügt. – Mit den hol­pri­gen Versen wusste der Redak­tor nichts anz­u­fan­gen, solcher­lei erhalte er ständig, schrieb er zurück. Aber den anderen Text würde er gerne brin­gen. Im Feb­ru­ar 1985 war es dann soweit. Wie andere Autoren vor mir schlich ich um den Bahn­hof­skiosk, um zu schauen, ob die neue Aus­gabe schon aufliege.

Sei­ther ist einiges an kürz­eren und län­geren Erzäh­lun­gen, Kri­tiken, Artikeln und wis­senschaftlichen Beiträ­gen von mir abge­druckt wor­den. Das freut mich noch immer jedes Mal – auch weil die Arbeit (oft sehr viel Arbeit) dann wirk­lich abgeschlossen ist. So schön wie damals ist es natür­lich nicht mehr. Aber vielle­icht verk­lärt man das wie den ersten Kuss, den ersten Blick aufs Meer und vieles mehr.

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